Arbeitskreis Igelschutz Berlin e.V.

Nicht jeder Igel braucht Hilfe, aber jede Hilfe muss richtig sein!

Da der Igel zu den besonders geschützten Tierarten gehört, verbietet § 42 und § 43 des Bundesnaturschutzgesetz in der Fassung vom 25.3.02 sie zu fangen, in Besitz zu nehmen, sie zu verletzten oder zu töten. Es ist jedoch zulässig, verletzte, hilflose oder kranke Igel aufzunehmen, sie gesund zupflegen und Sie dann unverzüglich in die Freiheit zu entlassen, sobald sie sich dort selbstständig erhalten können.
Wer hilfsbedürftige Igel aufnimmt, hat selber für eine artgerechte Unterkunft, Ernährung und Gesundheit zu sorgen. §2 Tierschutzgesetz.

Hilfsbedürftig sind:

Foto : Dora Lambert
Foto : Dora Lambert

1. Ganzjährig: unterkühlte, abgemagerte(typische Hungerfalte im Genick, eingefallene Flanken), röchelnde, auf der Seite liegende, apathische, verletzte, meistens tagsaktiv, rollen sich nicht zusammen und bei offenen Wunden, Befall mit Fliegenmaden

Foto : Sven Lambert
Foto : Sven Lambert

2. im Spätsommer/Herbst: Igelsäuglinge (tagsüber außerhalb des Nestes, Augen und Ohren noch geschlossen, evt. Unterkühlt), wenn das Muttertier nach mehrstündigem warten sich nicht einfindet, tot oder verletzt ist.

3. Nach Wintereinbruch, d.h. bei Dauerfrost und/oder Schnee, unabhängig vom Gewicht, diese Tiere sind entweder krank oder ihr Winterquartier wurde zerstört.

Haben Sie festgestellt, dass das Tier nicht hilfsbedürftig ist, so setzen sie ihn bitte umgehend wieder am Fundort aus.

Ist dieser Ort nicht geeignet, z.B. an stark befahrenen Straßen, so bringen Sie ihn in Grünflächen mit geeigneten Unterschlüpfen. Durch rechtzeitige Einrichtung von Futterstellen in den nahrungsarmen Monaten helfen Sie den Igeln die "Durststrecke" zu überstehen und artgerecht in der Natur weiterzuleben. Diese Tiere können, wenn sie gesund sind ohne weitere menschliche Hilfe überleben. Geeignete Wassertränken gehören selbstverständlich in den Garten.

Haben sie einen Igel gefunden, der in die Rubrik hilfsbedürftig fällt, wenden Sie sich so schnell wie möglich an einen Tierarzt, oder an eine Igelstation oder Igelberatungsstelle um weitere Informationen zu erhalten.



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