Arbeitskreis Igelschutz Berlin e.V.

Unterbringung:

Igel sind Einzelgänger. Jeder Igel braucht also in eigenes Gehege. Nur ganz junge Igel aus einem Wurf vertragen sich eine Zeitlang miteinander. Ein Igelgehege soll mindestens 2 qm groß und absolut ausbruchsicher sein. Die Höhe der Seitenwände muss mind. 50 cm betragen. Am besten fertigt man das Gehege aus gut zu reinigenden, beschichteten Span- oder Hartfaserplatten an und stattet es wegen der Wärmedämmung auch mit einem Boden aus. Diesen bedeckt man mit mehreren Lagen Zeitungspapier (nicht mit Sägemehl, Katzenstreu, Torf o.ä.), das täglich(!) zu wechseln ist.

Praxistipp: Zum Bau des Igelgeheges lassen sich auch (möglichst lange!) Schranktüren verwenden. Durch die Bohrlöcher ( Ø 8 mm) an allen Ecken werden die Teile mit fester Schnur o.ä. lückenlos verbunden. Pappe jeder Größe als "Teppich" verklebt, ergibt einen saugfähigen und auswechselbaren Boden.

Als Schlafhäuschen wählt man einen oben zu klappbaren Karton von ca. 30 cm Kantenlänge und versieht ihn mit einem seitlichen Schlupfloch von ca.10 x 10 cm. Das Schlafhaus wird mit reichlich zerrissenen und zerknülltem Zeitungspapier (Heu/ Stroh, keine Lappen oder Holzwolle) gefüllt, das man bei Verschmutzung austauscht.

Solange der Igel krank ist, muss er in einem Raum mit Zimmertemperatur (18° bis 20°C) und Lichteinfall untergebracht werden. Stark belebte Räume (Küche, Kinderzimmer) sind für den sehr geräuschempfindlichen Igel ungeeignet!



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