Arbeitskreis Igelschutz Berlin e.V.

Auszug aus den deutschen gesetzlichen Bestimmungen:

Das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) in der Fassung vom 25. März 2002 (= Artikel des Gesetzes zur Neuregelung des Rechts des Naturschutzes und der Landschaftspflege und zu Anpassung anderer Rechtsvorschriften) enthält die einschlägigen Bestimmungen. Igel gehören nach dem Gesetz zu den besonders geschützten Tierarten.

BNatSchG 2002 § 42 - Vorschriften für besonders geschützte und bestimmte andere Tier- und Pflanzenarten

(1) Es ist verboten,

  1. wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verlet zen, zu töten oder ihre Entwicklungsformen, Nist-, Brut-, Wohn- oder Zufluchtstätten der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören,

(2) Es ist ferner verboten,

  1. Tiere und Pflanzen der besonders geschützten Arten in Besitz oder Gewahrsam zu nehmen, in
    Besitz oder Gewahrsam zu haben oder zu be- oder verarbeiten,
  2. Tiere und Pflanzen der besonders geschützten Arten .... a) zu verkaufen, zu kaufen, zum Verkauf oder Kauf anzubieten, zum Verkauf vorrätig zu halten oder zu befördern, b) zu kommerziellen Zwecken zu erwerben, zur Schau zu stellen oder sonst zu verwenden.

Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) in der Fassung vom 29.7.2009 § 44

BNatSchG 2009 § 45 - Ausnahmen

(5) Abweichend von den Verboten des § 44 Abs. 1 Nr. 1 sowie den Besitzverboten ist es vorbehaltlich jagdrechtlicher Vorschriften ferner zulässig, verletzte, hilflose oder kranke Tiere aufzunehmen um sie gesund zu pflegen. Die Tiere sind unverzüglich in die Freiheit zu entlassen, sobald sie sich dort selbständig erhalten können.

Das Tierschutzgesetz (TierschG) in der Fassung vom 25. Mai 1998, (geändert durch Artikel des Gesetzes ... vom 12. April 2001) enthält einschlägige Vorschriften über die Voraussetzunger zur Tierpflege:

Zweiter Abschnitt: Tierhaltung

§2 Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,

  1. muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
  2. darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,
  3. muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.


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